13 Weihnachtsmänner

Ich bin gerade auf einen sehr interessanten Artikel in der FAZ gestossen.
In Island gibt es 13 Weihnachtsmänner. Die Namen entnehme man bitte dem Artikel oder schaue in die Weihnachtsausstellung des Nationalmuseums.

Die 13 “Yule Lads” sind ursprünglich die Kinder von der Kinderfressenden Grýla und dem unnützen Kerl Leppalúði.

Ein Auflistung mit Namen und dem Datum, an dem sie aus den Bergen kommen (in Enlisch) findet man hier.

Eigentlich sind es ja ursprünglich Weihnachtskerle. Topfkratzer (Kertasníkir)  z.B. stibitzt die Reste vom Geschirr und aus den Töpfen.  Und Pottaskefill, der Kerzenschnorrer, klaut die Kerzen im Haus.

Eine nette Geschichte dazu sind die Schuhe im Fenster. Ab dem 12. Dezember, wenn der erste der Yule aus den Bergen kommt, stellen die Kinder ihre Schuhe in die Fenster und hoffen auf kleine Geschenke von den Yule Kerlen. Allerdinge besteht die Gefahr, wenn man sich nicht benehmen konnte und im restlichen Jahr Mist gemacht hat, das man anstatt etwas hübschem eine Kartoffel findet.

Sie waren in den letzten Jahrzehnten vom aussterben bedroht, erleben aber in den letzten Jahren eine Erneuerung bedingt durch einen Wandel von unnützen Kerlen zu liebenswerten Strolchen, einer Besinnung junger Eltern auf alte Traditionen und auch ihr Potentioal zur Kommerzialisierun. Zumindest in Island.

Ich finde, eine schöne Wendung und Anwendung alter Traditionen.

2013 – das neue Jahr der Eltern

Ab 2013 haben ALLE Eltern einen gesetzlichen Anspruch

Bundesweit erheben sich nun Stimmen aus Kommunen und Städten, das sich die Bundesregierung mit dem Gesetz, auf Grund dessen Eltern einen Gesetzesanspruch auf einen Kitaplatz haben sollen, verrechnet hat.

Sie glauben, das der Bedarf an Plätzen in Kindertagestädten viel höher sein wird, als berechnet.
Und die Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz.

Die Kommunen befürchten nun eine Klagewelle von erbosten Eltern, die einen Kitaplatz brauchen, wollen, aber keinen bekommen, weil keiner mehr da ist. Alle besetzt.

Wenn ich von der Situation hier in P-M ausgehe, wo die Kita in Wilhelmshorst gerade um 40 Plätze erweitert wird, dann wird es Probleme geben. Die 40 Plätze sind jetzt schon zu wenig. Bevor sie fertig sind.
Ich gehe mal von der Situation aus, das die Zahl der Arbeitslosen weiter schwindet. Die Firmen greifen in in ein oder zwei Jahren endlich auch auf Arbeitnehmer zurück, die sie vor 2 Jahren nicht mal mit einer Kneifzange angefasst hätten: Frauen und Menschen über 45 Jahre.
Und dann gibt es niemenden mehr, der die eigenen Kinder betreuen kann. Mama ist wieder arbeiten und Opa ist auch schon wieder angerufen worden, ob er nicht auf einen besseren Job wechseln will. Und dann ?

Dann ist die berechnete Quote von 35% viel zu niedrig. Und die Eltern, die gerne Arbeiten möchten und Geld verdienen wollen, werden klagen.

Und wen werden sie verklagen? Nicht die Bundesregierung. Die Städte und Kommunen, die diejenigen sein sollen, die einen Kitaplatz für JEDES Kind zur Verfügung stellen sollen.

Ich wünsche allen Bürgermeistern Viel Freude an verärgerten Eltern. 2013.

Ein realistischer Blick hinter Bullerbüh

Heute ist ein Artikel in der Märkischen Allgemeinen online erschienen, der den Alltag einer Tagesmutter ziemlich realistisch wiedergibt.

Bei einige Tagesmütter ist die Vernetzung mit ihrer Umwelt, also anderen Tagesmüttern oder der örtlichen Kita oder ähnlichen Institutionen, besser, bei anderen schlechter.

Die besten Tagesmütter sind in ihrer Umwelt und mit dem Amt voll vernetzt und haben auch keine Problem, Eltern wegzustecken, die auf Grund eines privaten Verhältnisses glauben, Sonderrechte zu haben und dann anfange auszuticken, nur weil man ihnen deutlich macht, das dem so nicht ist. Selbst wenn sie genau das tun, was sie einem vorwerfen – lügen, Falschaussagen oder ähnliches.

Großtagespflege in Mönchengladbach

Die Stadt Mönchenglattbach hat das Problem, das derzeit 5000 Kinder unter 3 Jahren im Stadtgebiet wohnen. Und die Bundesregierung erwartet irgendwann, das für 35% dieser Kinder Betreuungsplätze zur Verfügung stehen sollen.

Derzeit sind es 686Plätze und 900 sollen es für das kommende Kitajahr werden.

Um das zu realisieren wird die Stadt EUR 350000,- investieren müssen. Da viele Eltern ihre Kinder zwar lieber Institutionen anvertrauen, Tagesmütter aber eine höhere Flexibilität bei den Betreuungszeiten anbieten sucht die Stadt seit Jahren Menschen, die für eine Kinderbetreuung in Frage kommen.

Ein Model, das sich zur Zeit noch in der Entwicklung befindet, ist die einer Großtagespflege, die an eine Kita angedockt wird. Dort sollen ein oder zwei Tagesmütter für das Gehalt einer Kinderhelferin in Räumlichkeiten in der Nähe einer Kita 5 – 10 Kinder betreuen und für bestimmte Veranstaltungen Räume der Kita nutzen dürfen.

Der ganze Artikel HIER.

Probleme bei der Kinderbetreuung ab 2013

Laut Bundesgesetzgebung sollen alle Eltern, die ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr betreuen lassen wollen, ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben.

Nun meldet der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das dieses Versprechen nicht einzuhalten ist, da statt der geplanten 750000 gut 1,3 Millionen Eltern ihre Kinder betreuen lassen wollen .

In der Rhein Zeitung wird gemeldet, das die rheinland-pfälzischen Jugendministerin Doris Ahnen (SPD) das Versprechen auch nicht in Frage stellen will.

Was mich dabei hier in der Gegend so stört, sind im Grunde zwei Dinge.

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