Heli-Eltern und ihre Auswirkungen

Ich habe in der Süddeutschen Zeitung einen lesenswerten Beitrag über Helikopter- und Curling-Eltern in den USA gelesen.

All die Überwachung, Verhätschelung und Einsperrerei, die von den Eltern ihren Kindern angetan wird erzeugt bei mir die Überlegung, was für Kinder dort heran gezogen werden.

  1. Frage: Wenn die KInder nie „alleine“ sind, wie sollen sie dann irgendwann selbstständig und angstfrei werden. Wenn ständig irgend jemand um mich drumherum ist, wie kann ich dann Selbsbewustsein entwickeln.
  2. Wenn die Eltern heute schon so paranoid sind, wie werden denn dann die Kinder. Da hat doch alles Auswirkungen auf die direkte Umwelt und die Interaktion mit ihr.
  3. Wie werden denn diese Anngsthasen handeln, wenn sie erwachsen sind und moglicher Weise als Politiker mit anderen Ländern interagieren sollen. Sind sie dann genau so ängstlich und schotten die USA so a wie sie ihre Kinder abschotten

In dem Artikel war ein Verweis auf einen Artikel in der Time. Hier beschreibt eine amerikanische Mutter ihre ersten Eindrücke aus Berlin. Sie beschreibt darin z.B. wie sie IHre Tochter zum Bäcker gehen lässt. Im Nebenhaus. Und sie gibt ihr zwar den Eindruck, das sie das alleine macht, überwacht sie aber doch noch vom Balkon.

Ich glaube, das ein guter Teil der Reaktionen, die in den Artikeln beschrieben werden auch darauf zurück zu führen ist, das die amerikanischen Behörden versuchen die Amerikaner dauerhaft in Angst und Schrecken vor irgend welchen Terroristen zu halten.

Leute, traut Euren Kindern etwas zu. Hier in Deutschland sind die Kinder in der Regel sicher. Wenn man ihnen Dinge zeigt und ihnen etwas zu traut, dann könne sie auch Dinge erledigen. Unser Jüngster ist in der 1. Klasse von Potsdam nach Berlin an der Fehrbelliner Platz gefahren. Alleine. Ein 1/2 Jahr lang. Und seit dem fährt er, wie die großen Geschwister auch, von unserem Wohnort nach Potsdam zur Schule und zurück. Mit den Öffentlichen und auch mit dem Fahrrad.
Wir leben in einem sehr großen Waldgebiet. Bei uns fand man früher in solchen Waldgebieten an allen möglichen Ecken und Winkeln Hütten und Baumhäuser. Hier findet man Baumhäuser. In irgendwelchen Gärten die von keinem Kind wirklich genutzt werden. Wir haben nicht den ganzen Tag vor irgend einer WII oder dem Fernseher gehockt. Und in meiner Erinnerung gab es auch viel weniger dicke Kinder, denn wer nach der Schule den halben Tag draussen tobt und spielt und mit dem Rad unterwegs ist, der kann nicht dick werden.

Unsere Kinder haben draussen gespielt. Unsere Kinder haben viel Sport gemacht und unsere Kinder sind heute fit, aktiv, selbstständig, selbstbewust und angstfrei. Und das ist gut so.

Und diese Bericht aus den USA zusammen mit dem Artikel aus der Time macht mir für die Zukunft doch Kopfschmerzen, da immer mehr Eltern in Deutschland auch dazu tendieren, Heli-Eltern zu werden.

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Die Eltern gibt es immer mit

In der SZ gibt die Artikel-Reihe „Wie Euch sehe“ , die sich mit der Sicht ganz normaler Menschen auf ihre Arbeit und ihre Umwelt beschäftigt.

Einer kommt von einer Kontrolleurin im Münchner verkehrsverbund, einer kommt von einer Flugbegleiterin und ein weitere von der Leiterin einer Kita.Und das, was sie schreibt, erinnert mich sowohl pädagogisch als auch inhaltlich ganz schwer an die Waldmäuse.

Es gibt da noch eine Menge mehr. Vieleicht noch der einer 5fachen Mutter, die von vielen Menschen in der heutigen Gesellschaft wegen der vielen Kinder nur aus diesem Grund fälschlich als asozial betrachtet wird. Es gibt noch viele weitere, die hoch interessant sind. Aber die beiden Artikel beschäftigen sich mit Themen, die zum hiesigen Blog passen.

Einfach mal lesen.

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